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Osteopathie, was ist das? - Typische Fragen und die Antworten

Was genau ist Osteopathie?

Osteopathie ist eine ganzheitliche Methode, mit dem Ziel Blockierungen zu lösen. Stellen wir uns den Rumpf als eine bewegliche Röhre vor, bestehend aus den Knochen und Gelenken, in der sich eine Art Spinngewebe befindet, bestehend aus Muskeln, Bändern und Faszien und dann, dass in diesem „Spinngewebe“ die inneren Organe hängen.

Alles ist miteinander verbunden

Egal, an welchem dieser drei Bereichen ein Problem beginnt - es wird immer Einfluss auf die beiden anderen Bereiche haben.
Hat z. B. ein inneres Organ ein funktionelles Problem, wird es sich in aller Regel vergrößern und damit ein unterschiedliches Zug- und Druckverhältnis über die Aufhängung auf den Bewegungsapparat auslösen.
Oder: Ist eine Wirbelblockierung die Ursache, werden über die Verbindung zu inneren Bereichen auch hier Auswirkungen zu spüren sein.
Wer z. B. schon einmal eine Blockierung im mittleren Brustwirbelbereich hatte, wird mit Sicherheit auch ein beklemmendes Gefühl in der Brust gehabt haben.
Oder: Aufgrund einer OP oder eines Unfalls kommt es zu Weichteilverletzungen - es entsteht Narbengewebe. Narbengewebe ist immer kürzer als das Originalgewebe und es wird zu verstärktem Zug auf Organ und Bewegungsapparat kommen.

Die Aufgabe eines Osteopathen ist einfach ausgedrückt also, Blockierungen zu lösen, egal wo sie entstanden sind.

Wer hat die Osteopathie entwickelt?

Dr. Andrew T. Still, ein amerikanischer Arzt, begründete 1874 die Osteopathie.
Aufgrund der Tatsache, dass er auch ein abgeschlossenes Ingenieurstudium absolviert hatte, betrachtete er zuerst vor allem den Bewegungsapparat aus mechanischer Sicht, um des weiteren festzustellen, dass auch die inneren Organe einen gewissen Bewegungsrhythmus besitzen, abhängig von Ihrer Aufhängung.

Seine Erkenntnisse fasste er folgendermaßen zusammen:

1. Die Struktur bestimmt die Funktion
Abhängig davon, wie z.B. ein Gelenk gebaut ist, kann und soll es bewegt werden.
Jede Abweichung von dieser Regel würde mit erhöhtem Verschleiß einhergehen.

2. Die arterielle Regel
Tritt irgendwo eine Blockierung auf, wird automatisch auch der Fluss von Blut, Lymphe und Liquor (Gehirnflüssigkeit) eingeschränkt sein.

3. Die Einheit des Körpers
Jeder Teil im Körper hat seine Funktion. Bei Probleme kann er sich nicht neutral verhalten: entweder er arbeitet mit dem Körper oder dagegen.

4. Die Selbstheilung und –regulierung des Körpers
Gibt man bei der Blockierung einer Struktur einen Impuls in die richtige Richtung, wird eine positive Kettenreaktion eingeleitet, die den Organismus in die Lage versetzt, sein Gleichgewicht wieder zu erlangen.

Seinen Schülern gab er folgenden Satz mit auf den Weg :
„Sucht die Läsion (Problem), findet sie, korrigiert sie und die Natur erledigt den Rest.“

Dr. W.G. Sutherland, ein Schüler Dr. Stills, entwickelte die CRANIOSACRALE OSTEOPATHIE, die sich hauptsächlich mit der Überprüfung und Behandlung der Schädelknochenbeweglichkeit und der Verbindung zwischen Schädel und Kreuzbein befasst --> mehr Information hierzu.

Kann man mit der Osteopathie innere Organe erreichen?
Bei Menschen und Hunden hat man die Möglichkeit, mit direktem Kontakt innere Organen auf ihre Beweglichkeit hin zu überprüfen und zu behandeln.
Bei Pferden ist ein direkter Kontakt aufgrund der hohen Bauchdeckenspannung nicht möglich, aber über die Weichteil-Aufhängung des Organs kann man die Beweglichkeit spüren und Impulse geben.
Kann ein Osteopath den Tierarzt ersetzen?
Wie gesagt: Ein Osteopath findet und löst Blockierungen - nicht weniger, aber auch nicht mehr. Ein guter Osteopath kennt seine Grenzen.
Eine ernsthafte Organerkrankung z.B. gehört selbstverständlich in die Hände eines Tierarztes.
Generell ist es sinnvoll, zuerst den Tierarzt zu konsultieren, der dann gegebenenfalls den Gang zum Osteopathen empfiehlt.
Das Optimum wird immer dann erreicht, wenn alle Beteiligten vertrauensvoll zusammenarbeiten
In den letzten Jahren habe ich viele Klein- und Großtierärzte kennen und schätzen gelernt, mit denen ein reger Informationsaustausch zum Wohle der Vierbeiner entstanden ist.
Zu dieser Informationskette zählen natürlich auch:
Dentisten, Hufschmiede und Sattler.
Wer darf sich Osteopath nennen?

Leider jeder.

Der Osteopath (auch im Humanbereich) ist in Deutschland kein staatlich anerkannter Beruf, sodass es nicht immer leicht ist, Spreu und Weizen voneinander zu trennen.

Kleiner Tipp: Fragen Sie nach der „Grundausbildung“.

Seriöse Osteopathieschulen bilden nur Physiotherapeuten, Ärzte und Tierärzte aus.